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Steuerblog / News

Wir freuen uns, dass Sie Zeit finden unseren Steuerblog bzw. aktuelle News aus der Praxis einer Bilanzbuchhaltungskanzlei duchzuschauen.
Natürlich können nicht alle Neuerungen oder Gesetzesänderungen hier ausdrücklich thematisiert werden, aber wir werden versuchen die wichtigsten Themen für Sie zusammenzufassen.

Thema Steuertipps zum Jahresende - FÜR UNTERNEHMER

Gegen Ende des Jahres werden bekanntlich die Terminkalender voller und die verfügbare Zeit immer knapper. Deswegen haben wir kurz und prägnant wichtige steuerliche Tipps zum Jahresende 2019 für Sie zusammengefasst. Beachten lohnt sich!

  • Investitionen vor dem Jahresende:
    Wenn Sie heuer noch Investitionen tätigen, und das Anlagegut auch vor dem Jahreswechsel in Betrieb nehmen, können Sie noch die Halbjahres-Afa geltend machen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 400,00 netto können sofort abgesetzt werden.
    (Achtung: Ab 01.01.2020 gilt bei GWG die Grenze von € 800,00 à lesen Sie dazu den Artikel „Sonderthema Steuerreform Teil 1 – GWG)

  • EA-Rechner: Ausgaben und Einnahmen klug gestalten:
    Diese steuerliche Maßnahme könnte gerade bei kleinen Unternehmen mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung hilfreich sein. Rechnungen unbedingt noch im Jahr 2019 zahlen, da somit das steuerpflichtige Einkommen verringert wird (beispielsweise Material für Jänner und Februar noch im Dezember bestellen und bezahlen). Auch Vorauszahlungen der GSVG-Beiträge wäre sinnvoll. Umgekehrt wäre es von Vorteil wenn Ihre Kunden erst im nächsten Jahr bezahlen.
    • WICHTIG: regelmäßige Einnahmen und Ausgaben, die rund 15 Tage rund um den Jahreswechsel gezahlt werden gehören dem Jahr zugerechnet, in das sie wirtschaftlich gehören.

  • Gewinnfreibetrag:
    Der Gewinnfreibetrag beträgt 13% des Gewinns, max. € 45.350,00 pro Jahr, und steht ausschließlich natürlichen Personen zur Verfügung. Der Grundfreibetrag von 13% bis zu einem Gewinn von € 30.000 Gewinn steht dem Steuerpflichtigen automatisch zu. Über € 30.000 Gewinn gibt es neben dem Grundfreibetrag auch noch den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag. Hier müssen Investitionen in bestimmte Wirtschaftsgüter getätigt werden, beispielweise Investitionen in Anlagevermögen mit einer Nutzungsdauer von mind. 4 Jahren, bestimmte Wertpapiere etc..
    • WICHTIG: Eine Prognose des Jahresgewinns von 2019 ist wichtig, für die richtigen Entscheiden zum Ende des Jahres. Wir unterstützen Sie gerne.

  • Spenden:
    Spenden aus dem Betriebsvermögen heraus sind bis maximal 10% des Gewinns des laufenden Wirtschaftsjahres steuerlich absetzbar. Wichtig dabei ist, an wen gespendet wird. Nur jene Spenden, welche an bestimmte gesetzlich festgelegte begünstigte Institutionen gehen, sind steuerlich zu verwerten.

  • GSVG-Befreiung „Kleinstunternehmer“:
    Bis 31.12.2019 können sich noch alle „Kleinstunternehmer“ rückwirkend für das laufende Jahr von der Kranken- und Pensionsversicherung nach GSVG befreien lassen.
    • WICHTIG: Die Steuerpflichtigen Einkünfte 2019 dürfen maximal € 5.361,72 und der Jahresumsatz 2019 maximal € 30.000 sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass in den letzten 5 Jahren eine maximal 12-Monatige GSVG-Pflicht bestanden hat oder der/die AntragstellerIn über 60 Jahre ist oder über 57 Jahre, wenn in den letzten 5 Jahren die maßgeblichen Umsatz- und Einkunftsgrenzen nicht überschritten wurden.

    © skconsult (K.St.),15/11/19

 

Sonderthema Steuerreform 2020 Teil 2 - Erleichterungen Kleinunternehmer

Ab 01. Jänner 2020 wird die Kleinunternehmergrenze von bisher 30.000.- Euro auf 35.000.- Euro Jahresumsatz angehoben. Diese sogenannte ‚Kleinunternehmerregelung‘ legt fest, ab wann Unternehmen oder Betriebe von Ihren Einnahmen Umsatzsteuer zahlen müssen. Zwar durften die geltenden 30.000.- Euro auch einmal überschritten werden, allerdings war hier die Toleranz sehr gering. Auf Europa-Basis wird mit dieser Neuregelung der maximal für diese Regelung vorgesehene Betrag ausgenutzt. Das stellt sicher, dass mit der Neuregelung Kleinunternehmer in anderen europäischen Ländern keinen Wettbewerbsvorteil durch eine höhere Grenze haben können. Somit können sich zukünftig noch mehr Unternehmer den gesamten Prozess der Umsatzsteuervoranmeldung und der Jahresmeldung ersparen.

© skconsult (K.St.),08/11/19

 

Sonderthema Steuerreform 2020 Teil 1 - GwG (Geringwertige Wirtschaftsgüter)

Ein wesentlicher Punkt des Steuerreformgesetzes 2020 ist die Anhebung der Anschaffungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter (kurz: GwG) ab 01.01.2020. Bis dato konnten solche geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 400 Euro noch im selben Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben werden. Dieser Wert wurde seit 1982 nicht mehr erhöht. Mit der Gesetzesänderung wurde diese Grenze von 400 Euro auf 800 Euro verdoppelt. Für 2021 ist eine Erhöhung auf 1.000 Euro angedacht. Dieser Schritt ist sehr zu begrüßen, da der Anlagespiegel schlanker bleibt und insbesondere bei kleineren Unternehmen eine Verwaltungsvereinfachung eintritt. Die steuerliche Auswirkung verschiebt sich aber nur soweit, dass anstatt einer gleichmäßigen Abschreibung gleich im ersten Jahr voll abgeschrieben werden kann, anschließend aber keine Abschreibung mehr zusteht.


 © skconsult (K.St.),31/10/19

Thema: Anspruchsverzinsung - Was ist zu beachten?

Bis zum 30. September ist die Frist für die Stellung von Herabsetzungsanträgen für die Vorauszahlungen 2019 für die Einkommen- und Körperschaftssteuer beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Wichtig zu beachten ist hier eine schlüssige Begründung sowie eine Prognoserechnung.

Ab 01. Oktober 2019 beginnen für die zu diesem Zeitpunkt noch nicht bescheidmäßig veranlagten ESt- oder KSt-Ansprüche des Veranlagungsjahres 2018 Anspruchszinsen zu laufen.
Der aktuelle Anspruchszinssatz beträgt 1,38% (2% über dem aktuellen Basiszinssatz). Diese Anspruchsverzinsung gleicht Zinsvorteile bzw. Zinsnachteile aus. Sollten die Anspruchszinsen den Betrag von € 50
nicht übersteigen, so unterbleibt die Festsetzung.

Angefallene Anspruchszinsen sind ertragssteuerlich aber nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig. Dafür sind Gutschriftszinsen für Steuererstattungen (wenn zuviel vorausbezahlt wurde) keine steuerpflichtigen Einnahmen.

© skconsult (K.St.), 18/10/19